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Rückblick

Rückblick

Im Blockhaus Experimental Space:

 

Retrospektive - Urs Burki 

"Chaos und Ordnung. Werke von 1973 bis 2017"

 

01.04.17 bis 30.04.17

 

Urs Burki (*1945) promoviert in den 1970er-Jahren zum Doktor der Medizin. Zur selben Zeit entstehen seine ersten künstlerischen Arbeiten (u.a. Skulpturen, Malerei u. Performance) und Urs Burki bewegt sich in der jungen Kunstszene um Urs Lüthi, Luciano Castelli und Jean-Christoph Ammann. Fortan tritt der Künstler jedoch ausschliesslich als plastischer Chirurg an die Öffentlichkeit und macht vor allem mit «Openair»-Operationen auf sich aufmerksam. Eine retrospektive Ausstellung im Blockhaus der bromer kunst hat auf über 300 Quadratmetern Einblicke in das Gesamtwerk von Urs Burki geboten.

Die kunsthistorische Einordnung Burkis lässt sich genauso schwer dezidieren wie die Beschreibung seiner Person. Seine Malereien, die Skulpturen oder Fotografien und seine performativen Inszenierungen lassen deutlich erkennen, dass in keiner seiner Schaffensphasen und bei keinem seiner Werke ein Drang nach Einordnung vorhanden war oder der Wille, einem Konzept gerecht zu werden. 

 

Künstlermonografie Urs Burki

 

Gleichzeitig zur Ausstellung erschien eine 560-seitige Künstlermonografie. Die umfassende Publikation präsentiert erstmals das Gesamtwerk von Urs Burki, welches bisher grösstenteils unter Verschluss gehalten worden ist. Christian Herren hat Urs Burki im Jahr 2013 kennengelernt und das Werk in Zusammenarbeit mit dem Künstler sowie dem Grafiker Pascal Schärli aufgearbeitet. In den letzten zwei Jahren hat der Grafiker Anatole Comte in Zusammenarbeit mit Christian Herren ein Buchkonzept erarbeitet und umgesetzt. Dabei ist ein objekthaftes Künstlerbuch entstanden, welches auf vier Betrachtungsrichtungen breite Einblicke in das reichhaltige Schaffen von Urs Burki bietet. Das Buch wurde auf Papierbögen analog gestaltet und in einem prozesshaften, additiven Verfahren umgesetzt. 

 

Weitere Informationen: ursburki.ch

 

 

 

Kubanische Soiree am 08.04.17

Buchvernissage / Lesung / Musik

 

"Kuba – Freiheit oder Terror: Ein Maler erlebt die Revolution"

 von Rudolf Häsler (1927 – 1999)

 

 

Das erstmals 1972 erschienene Buch «Kuba – Freiheit oder Terror: Ein Maler erlebt die Revolution» des Schweizer Künstlers Rudolf Häsler (1927 – 1999) wurde von der bromer edition in einer Neuauflage zweisprachig herausgegeben. Zu diesem Anlass fand, in Zusammenhang mit der «Rudolf Häsler– Retrospektive», ein Abend ganz im Sinne der kubanischen Kultur statt:  

 

Der charismatische Kunsthistoriker Dr. Friedhelm Häring las aus dem Buch «Kuba – Freiheit oder Terror», in dem Häsler eindrücklich seine Lebens- und Schaffensjahre von 1957 bis 1969 auf dem sozialistischen Inselstaat beschreibt. Mit viel Pathos schildert Häsler seine Anfangszeit auf Kuba, die kubanische Revolution, seine Berufung als kubanischer Direktor für Kunstgewerbe, sein Verhältnis zu Ernesto «Che» Guevara und Fidel Castro, sowie seinen Bruch mit dem Regime.

 

Das Trio «LABANA Unplugged» untermalte den Abend mit kubanischer Musik, die Rudolf Häsler seinerzeit in den Strassen und Bars von Havanna spielen hörte. Kopf des Trios ist Dany «LABANA» Martinez, welcher bereits mit dem «Buena Vista Social Club» Konzerte gab. Ein weiteres Highlight war die Stimme der international bekannten Sängerin Jaqueline Castellanos – vielen auch bekannt als «La Dama del Son». Für kulinarischen Genuss sorgte Spitzenkoch Roc Greisler.

 

Das Buch "Kuba – Freiheit oder Terror" kann in Spanisch und/oder Deutsch zu einem Preis von 26.50 CHF zzgl. Versand bei uns gekauft werden.

 

 

Opening & Premiere «Coca-Castro» am 12.11.16

 

Die Bromer Kunst, die Familie Häsler und alle am Projekt Beteiligten durften im Rahmen der Ausstellungseröffnung und Premiere des Dokumentarfilmes «Coca-Castro» mehr als 300 Gäste aus dem In- und Ausland begrüssen. Der Saal der Bromer Kunst wurde für die Filmpremiere zum Kino umfunktioniert. Das Cateringteam um Roc Greisler wurde von den unterschiedlichen Lebens- und Reisestationen Rudolf Häslers inspiriert. Ob die von Bohnen und Reis dominierte kubanische Küche, Käse und Butterzopf oder japanische Dim Sum; auch in kulinarischer Hinsicht wurde dem Weltbürgertum von Rudolf Häsler Rechnung getragen. Für Authentizität sorgte der Popcornwagen aus den 1960er-Jahren. Für einen fulminanten Ausklang des Abends sorgte gleich Häslers eigene Tocher. Ana Häsler gab eine auf dem Flügel begleitete Arie zum Besten und vermochte das 1500 m2 grosse Gebäude mit Ihrer Stimme auszufüllen.  

 

 

Rudolf Urech-Seon und Roland Bugnon im Dialog

 

11.08.16 bis 30.10.16

 

Eine Gegenüberstellung des malerischen Werkes zweier Schweizer Künstler, die ihrerseits beide auf unterschiedliche Weise zu einer abstrakten Formensprache gelangten: Rudolf Urech-Seon (1876-1959) reduziert seine Malerei auf geometrische Grundformen und verzichtet auf jegliche Gegenständlichkeit und Roland Bugnon (*1939) abstrahiert sein künstlerisches Schaffen anhand von surrealistischen Stilmittel.