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SYNTHESIS <br> Angela Glajcar – Papier <br> Thomas Röthel – Stahl <br> 30.09.17 - 25.02.18

SYNTHESIS

Angela Glajcar – Papier / Thomas Röthel – Stahl

 

30.09.17 bis 25.02.18

 

Eine Ausstellung mit Werken aus Papier von Angela Glajcar und Skulpturen aus Stahl von Thomas Röthel, zwei international renommierte Künstler, die sich mit unterschiedlichen, vermeintlich divergierenden Materialien auseinandersetzen. 

 

 

 

Angela Glajcar

 

Angela Glajcar deren tschechische Wurzeln ihren Namen prägen, wurde 1970 in Mainz (DE) geboren. Von 1991 bis 1998 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Tim Scott. Sie durchlief einen spannenden künstlerischen Findungsprozess, an dessen Anfang Stahl- und Holzarbeiten standen, bis sie zu ihrem heutigen Signature-Material Papier fand.

Mit dem Werkstoff Papier assoziieren wir unter anderem Leichtigkeit und Empfindlichkeit. Je nach Dichte und Stärke, kann Papier jedoch auch stabil, widerstandsfähig, flexibel und schwer sein. Besonders in den grossen Rauminstallationen Angela Glajcars scheinen all diese Eigenschaften des Papieres gleichzeitig in Harmonie zu existieren. Die grossflächigen hintereinander gestaffelten Papierbahnen, an den Kanten gerissen und somit Verletzlichkeit beweisend, schweben in luftigen Höhen über den Betrachtern und suggerieren Leichtigkeit und Schwingung. Gleichzeit können wir jedoch erahnen, dass Papierbahnen in solchen Dimensionen ein nicht unerhebliches Gewicht mit sich bringen. So ist jede von Glajcars Arbeiten ein Oxymoron in sich.

Glajcar hat sich in ihrem künstlerischen Schaffen immer wieder mit den Themen ‚Bewegung‘ und ‚Tanz‘ beschäftigt und dies in erstaunlicher Variation in ihren Werken verarbeitet. Ihre Arbeiten sind jedoch nicht gegenständlich. Innerhalb ihrer intensiven Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Papier bekam sie ein fortlaufend geschulteres Gespür für die haptischen und technischen Eigenschaften der unterschiedlichen Papiersorten. So wurde sie immer feinfühliger im Umgang mit diesen. 

Die heute verwendeten Materialien sind uv-beständig und dabei sinnlich und lebendig.

Weisses, reines Papier wurde in der Philosophie und in der Lyrik bereits über die Jahrhunderte hinweg mit Sublimität assoziiert und als Verheissung wahrgenommen. Angela Glajcars Werke streben diesen Vorstellungen entgegen.

Angela Glajcar hat sich bereits international einen Namen gemacht. Ihre Werke wurden in Galerie-, Museums- und Kunstvereins-Ausstellungen in New York, Miami, Hong Kong, Mailand und London gezeigt und mit hochdotierten Kunstpreisen ausgezeichnet. 

 

Thomas Röthel

 

Thomas Röthel wurde 1969 im bayerischen Ansbach (DE) geboren. Nach einer Ausbildung zum Holzbildhauer von 1986 bis 1989 studierte er von 1992 bis 1998, parallel zu Glajcar, an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Prof. Johannes P. Hölzinger. 

Durch seine ganz eigene Formensprache vermag er es ebenso die kontrastierenden Qualitäten von Leichtigkeit und Schwere in seinem Werk auszudrücken. Der schwere Stahl, verwandelt sich unter dem künstlerischen Eingriff Röthels in oftmals filigran und fragil anmutende Skulpturen. Sie strahlen eine Dynamik und Leichtigkeit aus, welche die Schwere des Materials beinahe vergessen lassen. Andere Arbeiten wirken durch ihre subtilen Biegungen und Schwünge sanft, geradezu menschlich gutmütig. Ineinander versunkene Stahlschichten scheinen dem harten Material zu trotzen und wirken schmiegsam und weich. 

Röthels Skulpturen – besonders die grossformatigen Werke für den Aussenraum – sind häufig tonnenschwer und nahezu ausnahmslos massiv. Einzig abweichend davon ist die Serie der Segmentbögen, deren zusammengeschweisste Stahlplatten Hohlräume umschliessen. Röthels Werke prägen auf beeindruckende Weise die Topografien, denen sie dauerhaft eigen sind, zugleich fügen sie sich harmonisch in ihre Umgebung ein. 

Röthels spielerisch anmutende, jedoch präzise und durchdachte Auseinandersetzung mit dem herausfordernden Material Stahl, bringt in seinen verschiedenartigen Werkserien eine unwahrscheinlich differenzierte Oberflächenhaptik hervor. Diese changiert zwischen glatt, rau, samtig und körnig. Seit einiger Zeit überträgt er diese Beschäftigung mit Oberflächen und Durchbrüchen auch auf das Material Papier, welches für ihn ebenso eine gewisse Faszination ausübt. Hier ergeben sich ganz neue Aspekte in seinem Oeuvre, die in der Gegenüberstellung mit seinen Stahlwerken spannende Wechselwirkungen und Assoziationen hervorrufen. 

Mit nationalen und internationalen Ausstellung ist er zum hochangesehenen und vielversprechenden Künstler avanciert. Röthel lebt und arbeitet bei Nürnberg.

 

 

Collector's Choice: Deutscher Expressionismus

 

30.09.17 bis 25.02.18

 

Vom 30. September bis zum 25. Februar zeigen wir im Erdgeschoss von bromer kunst, parallel zur grossen „Synthesis“ Ausstellung, ausgewählte Werke unserer Kunstsammlung. Mit Papierarbeiten und Gemälden von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Christian Schad, Ignaz Epper und anderen Zeitgenossen, widmet sich die aktuelle Collector’s Choice Kabinettausstellung Positionen des deutschen Expressionismus.